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4. Treffen des «Freundschaftskreis-SMB»

Bericht zum vierten Treffen des «Freundschaftskreis-SMB» am 30. Juni

Das erste Treffen dieses Jahres hatte zwei Teile: 1) Von der SMB-Aktualität her sich aufdrängend: «Der Generalrat berichtet vom Generalkapitel» und 2) Nach dem Institutionellen auch dem Zwischenmenschlichem Raum gebend: «SMB-Mitglieder und GK-Teilnehmer erzählen aus ihrem Leben und Wirken.»

Dass auch diesmal mehr als 60 Freunde der SMB nach Immensee kamen zeigt: Die Freude über die Schaffung des Freundeskreises war nicht nur ein Strohfeuer. Übrigens gibt’s immer wieder neue Motivationen, um teilzunehmen. Z.B. diese: «Ich bin hier, weil ich im Bethlehem wohnen möchte – und da ist es doch gut, wenn ich weiss, wessen Geistes Kind dieses Bethlehem überhaupt ist.»

Um 14 Uhr begrüsste Peter Trutmann vom Kernteam im Gemeinschaftssaal die Versammelten in seiner freundlichen Art herzlich und führte in den ersten Teil des Nachmittags ein: «Vom 4.–22. Juni fand das 14. ordentliche Generalkapitel der Missionsgesellschaft statt – und der im 13. GK für 5 Jahre gewählte Generalobere Ernst Wildi und einer seiner Räte, Norbert Spiegler, berichten uns von dieser Versammlung – was garantiert auf das Interesse von uns allen stösst.»

Ernst dämpfte unsere Erwartungen gleich zu Beginn seines Votums, indem er uns darauf aufmerksam machte, dass die GK-Teilnehmer über Inhaltliches der GK-Sitzungen zur Geheimhaltung verpflichtet sind. Auf die uns brennende Frage «Was hat dieses vor einer Woche zu Ende gegangene GK gebracht?» konnten uns die beiden Referenten also erst einen Überblick geben. Für mehr müssen wir, wie bei jedem GK, auf die gedruckten «Dokumente des Generalkapitels» warten.

Norbert schilderte uns dann die Vorbereitung des Kapitels, die 2016 begannen und die er von nahe als intensiv erlebte. Der Generalrat rief vor 2 Jahren eine Spurgruppe ins Leben mit dem exklusiven Auftrag der Vorbereitung des GKs. Weil es SMB-intern keinen Spezialisten für die Begleitung von Prozessen gibt, zog man dafür einen Profi bei, Bruno Christen, aus Luzern. Klar war zum vornherein: Dieses GK würde sich als ein weiterer Meilenstein einreihen in den laufenden «Quo vadis»-Weg: «Wohin gehst du» – wie ist deine Zukunft, liebe SMB, auf welchen Wandel gehst du zu, welche Veränderungen stehen dir bevor? Dank strikter Einhaltung des Fahrplans war dann in den ersten Monaten 2018 alles vorbereitet: Die Teilnehmer standen fest (SMB-Obere aus Übersee, die ihren detaillierten Bericht zu verfassen hatten, und die von der SMB-Basis weltweit Gewählten), betreffs des thematischen Verlaufes der 3 GK-Wochen war alles klar und von den Referenten, Experten und Gästen, die man zu einzelnen Aspekten als Informanten oder Ratgeber dabei haben wollte, lagen die Zusagen vor.

SMB-Generalkapitel beginnen immer mit gemeinsamen Reflexionstagen, welche die Teilnehmer einander menschlich nahebringen und sie das Gemeinsame ihres Auftrags spüren lassen. Für diese wichtigen Tage dislozierte man diesmal in die Stille des Antoniushauses der Kapuziner im Mattli (Morschach). Die spirituellen Impulse kamen von P. Martin Werlen, OSB, Einsiedeln. Wer sein neues Buch «Zu spät» liest, (Siehe https://www.orellfuessli.ch/shop/home/rubrikartikel/ID85293404.html?ProvID=10917736 ) der/die versteht, dass Werlens absoluter ekklesialer Optimismus Hoffnung auszustrahlen und die GK-Teilnehmer anzustecken vermochte. «Der missionarische Auftrag ist immer da». «Es geht weiter – mit der Kirche und mit der SMB!»

Diese Hochstimmung nahmen die SMB-Männer dann mit ins eigentliche Kapitel nach Immensee, wo sie im Gemeinschaftssaal tagten. Da hörten sie sich zuerst die vielfältigen Berichte aus allen Einsatzgebieten an. Leider (Aber immerhin genugtuend, dass ein Oberer offen zu Fehlern steht!) hatte die Leitung fürs Besprechen dieser Berichte zu wenig Zeit eingeplant. Das GK bemängelte das.

Es folgte dann das Traktandum «Wahlen»: Ernst Wildi und sein Rat werden noch bis Ende September im Amt sein. Am 1. Oktober übernimmt dann der neue Generalrat. Dieser hat nur noch 3 Mitglieder (bisher 4, früher 5). Josef Meili ist neuer Generaloberer. Er hatte dieses Amt bereits 1993–2003 und 2008-2013 inne. Er wird weiterhin im RomeroHaus wohnen. Josef Christen wird ihm als Generalvikar zur Seite stehen, wird aber Oberer des Missionshauses Immensee bleiben. Der einzige Generalrat wird Ludovic Nobel sein, mit 40 Jahren das jüngste SMB-Mitglied. Er doziert an der Uni Fribourg Neues Testament und ist in Bourguillon in der Seelsorge tätig.

Danach widmete das GK sich den zukunftsgerichteten Themen, die uns Freunde der SMB besonders interessieren und deretwegen wir vor allem die oben erwähnte Publikation der GK-Dokumente herbeisehnen: Dafür bitte lesen, was in https://www.smb-immensee.ch/das-generalkapitel-2018/ berichtet ist unter «Wohnen im Bethlehem» (1. Etappe mit Umzug der Mitglieder ins neue M4. Dann 2. Etappe), «Pflege- und Betreuungskonzept im künftigen Missionshaus», «Bericht des Generalökonomen Riedo» («SMB finanziell gesund»), «Kontakt mit dem Verein BMI» («Werte und Geist der SMB leben weiter im Verein»), «Freundschaftskreis SMB» (P. Trutmann: «Verjüngung unseres Kreises tut not»), «Kommunikation» (Bitter nötig: Schaffung einer Gruppe Kommunikation), «Feier mit 20 Partnerorganisationen».

Der Eucharistie am Schlusstag des GK stand Matthias Sticher als ältester Kapitular vor. Er nahm auch die «Vereidigung» des neuen Generalrates vor.

Nach diesem ersten, mit Informationen vollgespickten Teil unseres Nachmittags (40 Minuten), gingen wir alle für die gleiche Zeitspanne in einen der sechs «Erzählräume». Sechs SMB-Mitglieder hatten sich lieberweise bereit erklärt, uns, den «Freunden ihrer Missionsgesellschaft», zu erzählen aus ihrem Leben und der SMB Tätigkeit in ihrem Einsatzgebiet. Es waren Ernst Gassner (Japan und Taiwan), Fritz Kollbrunner (Missionswissenschaftler, Theol. Fakultät Luzern), Ludwig Hochreutener (Kurz Simbabwe und dann Immensee), Toni Wey (Simbabwe), Alois Graf (Mosambik) und Matthias Sticher (Kolumbien): Alle Länder, in denen die SMB heute noch Personal hat, waren damit vertreten. – Nach 40 Minuten gingen wir dann alle noch zu einem zweiten der sechs Erzähler. So kam jede/r von uns zwei «Immenseern», die uns vielleicht bisher nur vom Namen her bekannt waren, etwas näher. Ihnen, ihrer Tätigkeit und der SMB in «ihrem» Einsatzgebiet. – Diesen zweiten Teil des Nachmittags erlebte ich als reich an beispielhaft gelebter Menschlichkeit und er liess mich innerlich erneut sagen «Eine Missionsgesellschaft mit solchen Menschen – zu deren Freundeskreis muss man ja gehören!»

Martin Jäggis «Ausklang» im Innenhof war ein dichter Text, zur Stimmung und zum Moment passend. Gut pausiert vorgetragen, bestens hörbar für alle (Ohne Mikrophon!):

Teilen: Mein Teil, Dein Teil, Sein Teil, Teil sein! – Teilen, Mitteilen, Austeilen, Teil haben!

Meinen Teil teilen, deinen Teil akzeptieren, Seinen/ihren Teil wertschätzen, Teil sein dank Teilen!

Teilen ist nicht Wort, Teilen ist Tätigkeit, Teilen ist Haltung, Teilen ist Heilen!

Mein Heil, Dein Heil, Sein/ihr Heil, Heil sein! Heilen, Mitheilen, Ausheilen, Heil teilen!

Bitte vormerken: Das 5. Treffen ist am Samstag, dem 20. Okt. 2018, wieder im Missionshaus. Vorbereitung:  Anita Baumgartner & Rita Inderbitzin. Thema: Mission in den verschiedenen Künsten.

Benno Frei

Album des Treffens