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Das Generalkapitel SMB 2018

Vom 4. – 22. Juni tagte im Missionshaus Immensee das ordentliche Generalkapitel der SMB, das alle fünf Jahre durchgeführt wird. Der 2013 gewählte Generalrat, die Regionalräte von Simbabwe und Taiwan, sowie die übrigen Verantwortlichen legten zunächst ihre Rechenschaftsberichte vor, die dann von den Delegierten kritisch hinterfragt wurden, bevor Ihnen Decharge erteilt wurde.

Nach dem Wahlpalaver wurde am 12. Juni eine neue Gesellschaftsleitung gewählt. Als Generaloberer wurde Josef Meili gewählt, der schon drei Amtsdauern hinter sich hat. Als Generalvikar wurde Josef Christen gewählt, der sein Amt als Hausoberer ausüben wird. Der Rat wird verschlankt auf drei Mitglieder. Der Dritte im Rat ist Ludovic Nobel, der einen Lehrauftrag für Neues Testament an der Uni Fribourg hat, und im Wallfahrtsort Bourguillon in der Seelsorge tätig ist.

In der Folge liess sich das GK über den Stand des Pionierprojekts der SMB «Wohnen im Bethlehem» (WiB) informieren: Baupläne, Leitbild / Vermietungsstrategie, Umzug der SMB Mitglieder in die erste Etappe des neuen Missionshaus 4 (M4). In einer zweiten Etappe soll das jetzige Missionshaus 2 neu gebaut werden: Interesse an diesem neuen Trakt zeigen das kantonale Migrationsamt – z.B. als kantonales Kompetenzzentrum für Migrationsfragen incl. Wohnraum für Familien und unbegleitete minderjährige Asylsuchende – , die Hohle Gasse AG, das Gymnasium und der Bezirk Küssnacht. Auch ist die Rede von einem Neubau der Turnhalle(n) ggf. mit dem Bezirk und von Raumbedürfnissen des Gymnasiums, sowie einem gemeinsamen Parkhaus.

Am Ende der zweiten Woche orientierten Patrice Riedo und Kirsten Knab detailliert über das Pflege- und Betreuungskonzept im jetzigen und im künftigen Missionshaus. Sepp Wechsler, der Präsident des Vereins Missionshaus Bethlehem (VMB), hat mit seiner Erfahrung als Leiter des Sunnehof Immensee viel Überzeugungsarbeit geleistet, da er glaubhaft darlegen konnte, dass das M4 die zukunftorientierteste Lösung ist.

Weiter beschäftigte sich das GK mit dem Bericht des Generalökonomen Riedo, der Finanz- und Liquiditätsplanung und den kalkulierbaren Investitionen im Projekt Wohnen im Bethlehem (WiB). Mit Genugtuung vernahmen die Kapitulare, dass die SMB finanziell gesund sei und kein Mitglied sich diesbezüglich Sorgen machen müsse. Gleichfalls wurden Kriterien festgehalten, die bei Vergabungen und Finanzgesuchen zur Anwendung kommen sollen. So sollen junge Missionsgesellschaften in Übersee wie auch kirchliche Institutionen, die in unserem Sinne sich für Arme, Entrechtete und Unterdrückte weltweit einsetzen, unterstützt werden.

Eine Stunde war der Begegnung mit Vertretern des Vereins BMI gewidmet. Joseph Keutgens und Sepp Estermann standen Red und Antwort. Sie suchten, Klarheit zu schaffen im Wirrwarr von Namen, Adressen und Logos. Sie versicherten die Kapitulare, dass sich der Verein BMI ebenso für die Werte der SMB, wie die Unterstützung von COMUNDO einsetze.

Schliesslich hatte auch der Freundschaftskreis SMB (F-SMB) Gelegenheit, sich vorzustellen. Annamarie Würms, Anna Schäli und Peter Leumann waren als Vertreter anwesend. Peter Trutmann leitet die Kerngruppe. Eine lebhafte Fragerunde folgte auf die Ausführungen von P. Trutmann, der die Verjüngung des Freundschaftskreises als wichtige Aufgabe hervorhob. Persönliche Kontakte mit Rückkehrerinnen und Rückkehrern und ganz allgemein die Kontaktpflege entsprächen diesem Ziel am ehesten. Viel Wohlwollen und Wertschätzung der Bemühungen des F-SMB kam zum Ausdruck.

Der Kommunikationsexperte Iwan Rickenbacher führte ein Informationskonzept ein, das als Eingabe dem GK vorlag. In der anschliessenden Diskussion wurde festgehalten, eine zu schaffende Gruppe Kommunikation müsse in den Bemühungen für die Sicherung der personellen Zukunft der SMB eine vorrangige Aufgabe sehen.

Geradezu als Highlight des Kapitels wurde die als Feier gestaltete Begegnung von fast 20 Partnerorganisationen erfahren. Die Vertreterinnen und Vertreter berichteten von gemeinsamer Arbeit und Erfahrungen. Ein sehr vielfältiges missionarisches Geflecht liess das Charisma der SMB aufleuchten. Die SMB förderte und suchte in ihrer Geschichte die Mitarbeit von Fachleuten aller Art («Laienhelfer»).

Die Abschluss-Eucharistie wurde vom ältesten Kapitularen, Mathias Sticher von Kolumbien, geleitet. Seine Aufgabe war es, die Inpflichtnahme des neuen Generalrates vorzunehmen. Mit dem Lied «Nun danket alle Gott» wurde das Kapitel beendet.