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«Freud und Leid des Volkes teilen»

Freud und LeidBuchpräsentation im Missionshaus Bethlehem Immensee (SMB)

Das Buch von Josef Elsener und Bruno Soliva: «Freud und Leid des Volkes teilen», wurde am 26. Mai 2017 in Immensee vorgestellt. Über 70 Interessierte versammelten sich am späteren Nachmittag im Chor der Kapelle des Missionshauses Bethlehem.

Josef Elsener hatte den Teil «Vom Umgang mit dem Unabhängigkeitskrieg in Rhodesien/Simbabwe» und Bruno Soliva jenen über die «Apartheid in Südafrika» verfasst.

Markus Kappeler, Verlagsleiter des rex-Verlags führte durch die Buchpräsentation. Er hob hervor, dass, mit dem Altar im Rücken und dem Auferstehungskreuz – dem Zeichen des Leids und der Hoffnung – im Angesicht, sich die dargestellte Geschichte Rhodesien/Simbabwes während des Unabhängigkeitskrieges und der Apartheid in Südafrika sehr gut in diesen Rahmen füge.

Damian Weber CMM von der Mariannhiller Missionsgesellschaft, der selbst im südlichen Afrika tätig gewesen war, konnte in seiner Laudatio die Anwesenden vom Inhalt des Buches durch seine engagierte und überzeugende Art begeistern. Die Menschlichkeit – Solidarität und Mitleiden – die in diesen sehr leidvollen Situationen von Rhodesien/Simbabwe und Südafrika immer wieder zum Ausdruck kam, war sein Hauptthema.

Es sei wichtig, dass dieses Buch geschrieben worden sei; es sei ein eindrückliches Zeitzeugnis, ein Stück lebendiger Kirchengeschichte, welche sowohl die Kirche in Simbabwe und Südafrika, als auch die Kirche Schweiz umfasse, denn die Akteure hätten sich gegenseitig getragen. In den beiden Teilen des Buches werde uns eine Kirche des gelebten Glaubens vorgestellt, eine Kirche, wo man gerne dabei sei.

Das Buch sei ein Bilderbogen einer Wirklichkeit, in der die Menschlichkeit den Ton angebe, wo sich Menschen um andere Menschen kümmern, wo einfühlende Details geschildert und Spannungen ausgehalten würden, wo nicht aufgegeben worden sei.

Missionarische Erfahrungen von Suchen, Fragen und Leiden zusammen mit den Menschen vor Ort und ihr gemeinsamer Einsatz für das Leben in allen Bereichen sei überzeugend zur Sprache gekommen.

«Mission ist nicht zu Ende!», rief der Referent den Zuhörenden entgegen. Mit dem chinesischen Sprichwort «Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die andern Windmühlen» ermunterte der Referent die Anwesenden, nie aufzugeben und weiterhin Brücken zu bauen, wie dies getan worden sei in Rhodesien/Simbabwe und Südafrika. Mit Joh 10,10 «Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben» schloss P. Damian Weber seine engagierte Laudatio ab.

Durch gezielte Fragen von Markus Kappeler an Josef Elsener und Bruno Soliva wie auch durch Lesungen aus dem Buch konnten die beiden Autoren verschiedene Aspekte verdeutlichen.

Die afrikanische Musik, gespielt auf der Mbira von Bonaventura van Eerd, versetzte die Zuhörerschaft in die Atmosphäre der Orte des Geschehens, die im Buch geschildert sind.

Josef Meili dankte am Schluss im Namen der Missionsgesellschaft Bethlehem (SMB) den Präsentatoren mit dem Hinweis, dass gerade durch die Publikation dieses Buches der Aspekt des politischen Engagements der SMB sichtbar werde und Mission sich zeige als «Einsatz – u.U. mit dem Leben – für das Leben in allen Bereichen.»

Bei einem Apéro riche hatten die Teilnehmenden reichlich Gelegenheit, sich weiter über die Themen der Apartheid in Südafrika und des Unabhängigkeitskrieges in Rhodesien/Simbabwe mit den Autoren und untereinander austauschen, während Fotos von den Orten des Geschehens an die Wand projiziert und mit grossem Interesse verfolgt wurden.

Josef Elsener/Bruno Soliva, Freude und Leid des Volkes teilen. Vom Umgang mit dem Unabhängigkeitskrieg in Rhodesien/Simbabwe und der Apartheid in Südafrika.

Mission im Dialog Band 6, rex Verlag Luzern 2017.

Bilder von der Vernissage