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Koffer packen in Immensee

Das Generalkapitel der SMB hat die Weichen für die nächsten Jahre gestellt

Südamerika, Asien, Afrika – Aus drei Kontinenten sind sie hergereist. Nun ist das Generalkapitel der Missionsgesellschaft Bethlehem SMB vorüber und ihre Koffer stehen bereit für den weiten Weg zurück: Die Delegierten aus dem Ausland, die in Immensee als Abgesandte aus verschiedenen Regionen der Welt an der fast dreiwöchigen Zusammenkunft des höchsten Gremiums der Missionsgesellschaft teilnahmen, werden bald wieder im Einsatz auf ihren Posten im Herkunftsland sein.

Über den halben Globus verteilt, unterhalten die «Bethlehemer» ein Netz von Einsätzen. Diese werden betreut von Priestern und Brüdern, die Erfüllung darin finden, notleidenden Menschen und Bevölkerungskreisen auf der Suche nach einem menschenwürdigen Leben beizustehen. «Pastoral», «sozial» und «karitativ» will die Missionsgesellschaft sein und bleiben: Dazu, diesem Auftrag nachzuleben, hat sie sich vor bald einem Jahrhundert verpflichtet, und das alle fünf Jahre stattfindende Generalkapitel dient jeweils dazu, mit klaren Direktiven das SMB-Schiff auf Kurs zu halten.

Generalkapitel 2018

Wie immer ging es auch diesmal um Fragen, Themen und Beschlüsse, die für die Zukunft wichtig sind:  Die versammelten Kapitulare befassten sich zustimmend mit der Realisierung der ersten Etappe der Pioniersiedlung «Wohnen im Bethlehem»; sie gaben grünes Licht zur Planung der zweiten Etappe dieses Mehrgenerationenprojekts; sie nahmen mit Genugtuung von einer gesunden Finanzlage des Missionswerks Kenntnis; sie zeigten sich erfreut darüber, dass der von Frauen und Männern aus der Bevölkerung getragene Freundschaftskreis des Missionshauses seit der Gründung vor zwei Jahren eine beeindruckende Grösse erreicht hat; sie überzeugten sich, dass Altersvorsorge und -pflege für die Mitbrüder der Missionsgesellschaft gewährleistet sind; sie liessen sich orientieren über den nicht mehr alllzu fernen Umzug der Mitbrüder in eines der Häuser des Projekts «Wohnen im Bethlehem»; sie regelten, wie fortan Entwicklungsprojekte Dritter unterstützt werden sollen; einen halben Tag lang waren sie vertieft in Gespräche mit Vertretern anderer, ihnen nahestehender Sozialwerke und stellten dabei fest, wie zahlreich, vielfältig  und eng die Verknüpfungen sind.

Neue Führung

Schliesslich wählte das Generalkapitel eine neue, auf drei Personen reduzierte Führungscrew. Diese wird ihr Amt am 1. Oktober dieses Jahres antreten. Gewählt wurden Josef Meili von Muolen SG als Generaloberer, ferner Josef Christen von Stans NW als Generalvikar sowie Ludovic Nobel von Estavayer-le-Lac FR als Generalrat. Am Abschlussgottesdienst nahm der älteste Kapitular, Mathias Sticher aus Kolumbien, die neu Gewählten formell in die Pflicht; das Lied «Nun danket alle Gott» beendete die Feier und zugleich das Generalkapitel.

Balz Theus