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Abschied von Marius Andrey †

Marius AndreyAm 27. Oktober 2014 ist Marius nach jahrelangem Leiden, im 75. Lebensjahr, friedlich von uns gegangen. Nach einem unentwegten Suchen nach den Spuren Gottes in seinem Leben, ist er in der grossen, endgültigen Begegnung angekommen. Wir freuen uns mit ihm.

Mario, wie er sich später nannte, wuchs im freiburgischen Heitenried im Kreise einer 14-köpfigen Familie auf und besuchte dort und im benachbarten Marly-le-Grand die Primar- und Volksschule, wuchs also zweisprachig auf.

1955, 16-jährig begab er sich auf den Weg zu Bethlehem: Gymnasium Rebstein – Gymnasium Immensee – Seminar Schöneck und er schloss sich 1967, mit dem endgültigen Entscheid, der Missionsgesellschaft Bethlehem an. Am 7. April 1968 empfing er glücklich und hoffnungsvoll die Priesterweihe.

Nach seiner Ausreise nach Kolumbien arbeitete er zuerst in den Armenvierteln von Bogotá, eine sehr hilfreiche Einführung in die Kultur des neuen Landes, bevor er in das angestammte Gebiet der Bethlehemiten, in den Bergen der Westkordillere südlich von Popayan wechselte.

Dort fing er an, zusammen mit P. Alberto Kappeler und Frau Rosmarie Gisler, eine Pfarrei- equipe auszubilden, nämlich Katechisten und Katechistinnen, die man Delegados de la Palabra – Gesandte des Wortes – nannte. Frauen wurden auch zu Promotoras und Animatorinnen ausgebildet.

1975 wurde das sogenannte Equipo Movil ins Leben gerufen, ein mobiles Team, das den Missionaren in ihrer Arbeit an die Hand gehen sollten und durch die Ausbildung von Catequistas und Promotoras, dieser ihrer Tätigkeit, Hilfe und Nachhaltigkeit verleihen sollten.

1986 zog er nach Vijagual im Magdalena medio, wo er zusammen mit Frau Marie-Pierre Böni, ein neues Wirkungsfeld übernahm. 1989 wechselten sie dann nach Puerto Guzman, Putumayo.

1998 kehrte Mario aus gesundheitlichen Gründen in die Schweiz zurück, wo er mit Frau Böni zuerst in Hohenrain, dann in Pfeffikon und zuletzt in Alpnach als Seelsorger wirkte. Die letzten Monate durfte er sich auf seinen Heimgang zu Gott vorbereiten.

Abschied von Marius